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Steueroasen in Europa

Steueroasen sind Länder mit niedrigen Steuern auf Einkünfte und Vermögen. Das macht sie attraktiv für Unternehmen und Vermögende. Bei unserer Wahl der Steueroasen haben wir uns an den Schattenfinanzindex 2011[1] des Netzwerks Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network, TJN)[2] orientiert.

Das TJN ist eine internationale NGO die sich für eine am Gemeinwohl orientierte Finanzpolitik einsetzt. Insbesondere die Steuerflucht großer Unternehmen und vermögender Privatpersonen soll unterbunden werden. So kann laut dem Netzwerk auch einer steigenden Staatsverschuldung und einem Abbau öffentlicher Dienstleistungen entgegengewirkt werden. Im Index der Schattenfinanzzentren werden die 73 intransparentesten Länder der Welt gelistet. Gereiht werden diese Finanzplätze nach dem Grad ihrer Geheimhaltung und ihrem Anteil am Weltmarkt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen.


Eine Studie des Netzwerks Steuergerechtigkeit vom Juli 2012[3] kommt zu der Einschätzung, dass weltweit private Finanzvermögen in der Höhe von mindestens 21 bis 32 Billionen $ 2010 steuerfrei in Offshore-Finanzplätzen versteckt wurden. Den betroffenen Staaten entgehen somit laut einer vorsichtigen Schätzung wenigstens 190 Milliarden $ an Steuereinnahmen. Im April 2013 wurden vertrauliche Unterlagen aus Steueroasen an internationale Medien weitergereicht und einer breiten öffentlichen Diskussion unter dem Titel Offshore-Leaks zugänglich gemacht[4]. Die Frankfurter Rundschau bezifferte daraus den jährlichen Verlust der EU durch Steuerflucht auf hunderte Milliarden Euro[5].

A Staaten mit starken Rechtspopulisten
B Staaten mit ethnisierten Konflikten
C PIGS-Staaten
D Gegner der Finanztransaktionssteuer
E Steueroasen
F "Lupenreine" Demokratien
G Staaten mit skandinavischem Wohlfahrtsmodell
H Staaten mit ausgeprägten Austeritätsprogrammen

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